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Succulentae
3 Pflanzen in Adenium

Adenium

Ein Adenium obesum — die Wüstenrose — ist eine Pflanze mit Bonsai-Stamm und Trompetenblüten, in voller Sonne in unserer Gärtnerei in Almería gezogen. Wir versenden europaweit in Schutzverpackung, und das Exemplar auf dem Foto ist genau das, was Sie erhalten.

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Der Caudex ist das Wesentliche

Das Erste, worauf man bei einem Adenium schaut, ist nicht die Blüte, sondern der Stammfuß. Diese verholzte, flaschenförmige Verdickung heißt Caudex und ist ein Wasserspeicher: Er erlaubt der Pflanze, in der Savanne Ostafrikas und auf der Arabischen Halbinsel das halbe Jahr ohne Regen zu überstehen.

Der Caudex wird nicht in Form geschnitten, er bildet sich über Jahre von selbst. Ein Exemplar mit dickem Fuß hat viel Zeit hinter sich, und daher kommt der Preisunterschied. Er wächst in die Breite, also lieber eine breite, flache Schale als einen tiefen Topf.

Sie wirft im Winter die Blätter ab und ist nicht tot

Sinken die Temperaturen, verliert das Adenium sämtliche Blätter und steht als nackter Stamm bis zum nächsten Frühjahr. Das ist die normale Ruhe, genau wie bei einem Laubbaum, und bedeutet nichts Schlimmes.

Es ist zugleich der Moment, in dem die meisten sie umbringen: Man hält es für Durst, gießt, und der Caudex — voller Wasser und in Ruhe — fault von innen. Kein Blatt, kein Wasser. Ohne Ausnahme.

Die Kälte bringt sie um, nicht die Trockenheit

Sie gehört zur Familie des Oleanders, nicht zu den Kakteen, und stammt aus trockenem tropischem Klima. Unter 12 °C muss sie ins Trockene, und unter 10 °C nimmt sie Schäden, die man erst im nächsten Frühjahr sieht. Wochen ohne Wasser stecken sie mühelos weg; eine Frostnacht nicht.

An der Mittelmeerküste kann sie geschützt und trocken draußen überwintern. Im Landesinneren gehört sie ins Haus, an das hellste Fenster, das Sie haben.

In der Wärme trinkt sie mehr, als man denkt

Hier unterscheidet sie sich von fast allem anderen im Sortiment. Ein Adenium in vollem Laub und in der Wärme will richtig Wasser: reichlich gießen, sobald das Substrat trocken ist — im Hochsommer durchaus zweimal pro Woche. Wer sie im Juni wie einen Kaktus behandelt, bekommt eine kümmerliche Pflanze ohne Blüte.

Der Rest ist wie gehabt: stark drainierendes Substrat, Topf mit Loch, kein Wasser im Untersetzer. Die ganze Regel ist leicht zu merken — mit Blatt großzügig, ohne Blatt gar nicht.

Sie ist wirklich giftig, und das sollte man wissen

Ihr Milchsaft enthält herzwirksame Glykoside, von derselben Art wie im Fingerhut, und im Sahel wurden damit jahrhundertelang Pfeilspitzen vergiftet. Das ist kein Etikettentext, sondern eine Pflanze, die man mit Verstand behandelt.

In der Praxis genügt es, sich nach dem Schnitt die Hände zu waschen, sich nicht an die Augen zu fassen und sie außer Reichweite von Kindern und Haustieren zu halten. Weder Hautkontakt bei unverletzter Haut noch das bloße Aufstellen im Wohnraum sind ein Problem.

Aussaat oder Steckling: warum das zählt

Ein Adenium aus Samen bildet einen Caudex; eines aus dem Steckling nie, egal wie lange es lebt. Es bewurzelt gut und blüht auch, behält aber den geraden Strauchtrieb und bekommt niemals den verdickten Fuß — also genau das, worum es bei dieser Pflanze geht.

Das ist die erste Frage beim Kauf, und der Grund, warum Exemplare mit gutem Caudex kosten, was sie kosten.

Die Fehler, die die meisten Adenien umbringen

  • Im Winter gießen, solange sie kahl ist. Mit Abstand die Ursache Nummer eins.
  • Sie im Frost draußen lassen. Eine einzige Nacht kann reichen.
  • Sie im Sommer wie einen Kaktus behandeln. Im Wachstum braucht sie deutlich mehr Wasser.
  • Ein tiefer Topf. Der Caudex wächst in die Breite, und unten bleibt es nass.
  • Einen Steckling kaufen und einen Caudex erwarten. Der kommt nicht.

Siehe auch die Sukkulenten und die Kakteen im Sortiment, jeweils mit eigener Kulturanleitung.