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Succulentae
5 Pflanzen in Aloe

Aloe

Die Gattung Aloe (Familie Asphodelaceae) umfasst etwa 600 Arten aus dem südlichen und östlichen Afrika, Madagaskar, der Arabischen Halbinsel und mehreren Inseln des Indischen Ozeans. Alle folgen demselben Bauplan: eine Rosette sukkulenter Blätter, meist mit Zähnen oder Warzen am Rand, und ein langer Blütenstand mit röhrenförmigen roten, orangen oder gelben Blüten. Die Größen reichen von wenigen Zentimetern bis zu baumförmigen Arten — genau das macht die Gattung für Sammler interessant.

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Eine Klarstellung vorweg: Aloe vera, die großflächig angebaute Nutzpflanze mit langen, hellgrünen und stark gezähnten Blättern, ist eine eigene Art. Zu ihrer Verwendung oder zu möglichen Wirkungen machen wir hier ausdrücklich keine Angaben. Die Aloen auf dieser Seite sind Zierpflanzen: gekauft werden sie wegen Rosettenform, Blattzeichnung und Blüte.

Die Arten unterscheiden

Die einzige echte botanische Art in diesem Sortiment ist Aloe variegata, heute als Gonialoe variegata geführt, im Handel jedoch weiterhin unter dem alten Namen. Sie ist unverwechselbar: eine dreizeilige Rosette aus gekielten, dreieckigen, sehr dunkelgrünen Blättern mit weißen Querbändern — daher der Name Tiger-Aloe. Wir führen sie zusätzlich in XXL-Größe als ausgewachsene Exemplare.

Alles Übrige sind moderne Zierhybriden, gezielt für die Topfkultur gezüchtet: kompakt, langsamwachsend, mit stark gewarzten oder gezeichneten Blättern. Aloe “Pink Blush” entwickelt bei viel Licht rosa bis korallenfarbene Töne, Aloe “White Lightning” setzt auf weiße Flecken und Streifen auf grünem Grund, Aloe “Tiki Tahi” ist die skulpturalste mit ausgeprägten Zähnen und Warzen. Keine von ihnen wird groß; sie bleiben lebenslang Topfpflanzen mittlerer Größe.

Pflege

  • Licht: volle Sonne oder der hellste Platz im Haus. Bei Lichtmangel flacht die Rosette ab und verliert die Farbe — Rosa- und Rottöne entstehen ausschließlich bei starkem Licht.
  • Gießen: sparsam, Substrat zwischen den Wassergaben vollständig abtrocknen lassen. Immer am Topfrand gießen: Wasser im Rosettentrichter führt zur Fäulnis des Herzens.
  • Substrat: mineralisch, stark durchlässig, Kakteenerde mit Bims oder Lava. Reiner Torf ist ungeeignet.

Überwinterung

Aloen sind in Mitteleuropa nicht winterhart. Von Mai bis September stehen sie gern draußen auf Balkon oder Terrasse — dort bekommen sie das Licht, das sie im Zimmer nie bekämen —, ab Oktober müssen sie herein. Ideal ist ein heller, kühler und vor allem trockener Standort bei 5 bis 12 °C: unbeheiztes Schlafzimmer, Treppenhaus, frostfreies Gewächshaus. Kühl und trocken überwinterte Pflanzen bleiben kompakt und blühen eher; warm und feucht überwinterte vergeilen und faulen. Im Winterquartier reicht ein leichter Guss alle vier bis sechs Wochen. Beim Ausräumen im Frühjahr zuerst zwei Wochen halbschattig stellen, sonst gibt es Sonnenbrand.

Häufige Fehler

Über die Rosette gießen, Aloen mit Agaven verwechseln (Aloeblätter sind weich und saftig, Agavenblätter faserig und starr; Agaven blühen einmal und sterben, Aloen blühen jedes Jahr), zu viel düngen — das ergibt große, weiche Blätter ohne Zeichnung — und die Blattbasis nicht kontrollieren, wo sich Wollläuse verstecken.

Unsere Aloe-Arten

  • Aloe variegata — Tiger-Aloe, dreizeilige Rosette mit weißen Bändern.
  • Aloe variegata XXL — dieselbe Art als ausgewachsenes Exemplar.
  • Aloe “Pink Blush” — kompakte Hybride mit rosa Überlauf.
  • Aloe “White Lightning” — kontrastreiche weiße Zeichnung.
  • Aloe “Tiki Tahi” — skulpturale Hybride mit kräftigen Zähnen.

Jede Pflanze wird einzeln ausgesucht und mit geschütztem Wurzelballen aus Almería versendet.