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Succulentae
5 Pflanzen in Cereus

Cereus

Cereus ist eine der ältesten Gattungen der Kakteengewächse — sie gab der Familie ihren Namen — und umfasst rund dreißig säulenförmige Arten aus Südamerika und der Karibik, vor allem aus Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay. Kennzeichnend sind kräftige Rippen, aufrechter und für Kakteen zügiger Wuchs sowie spektakuläre Blüten: groß, weiß, nachtblühend, nur eine einzige Nacht geöffnet und von Nachtfaltern und Fledermäusen bestäubt.

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Die Arten unterscheiden

Der Cereus azul ist der Klassiker: eine dicke Säule mit klar ausgeprägten Rippen und intensiv blaugrauer Epidermis, die sich nur bei voller Sonne richtig entwickelt.

Cereus forbesii f. spiralis ist die Form mit spiralig gedrehten Rippen. Zwei Hinweise vorab: Die Drehung verstärkt sich mit den Jahren und bei viel Licht, und nicht jedes Exemplar dreht gleich stark. Ein Kaktus für Geduldige.

Der kristate Cereus spegazzinii ist ein Sonderfall: Der Kamm ist weder Art noch Sorte, sondern Folge einer Fasziation — der Vegetationspunkt wird aus einem Punkt zu einer Linie, woraus ein gewellter Fächer entsteht, der bei jeder Pflanze anders aussieht. Kristate Formen wachsen langsamer und reagieren empfindlicher auf Nässe.

Die im Handel als Cereus tetragonus geführte Pflanze — der verzweigte, vierkantige Feenschloss-Kaktus — ist botanisch Acanthocereus tetragonus; der Handelsname hat sich gehalten, deshalb steht sie hier. Dazu führen wir einen Cephalocereus aus Zentralmexiko, ebenfalls säulenförmig, etwas wärmebedürftiger: nicht unter 8 °C.

Standort und Pflege

  • Licht: volle Sonne. Je heller, desto kompakter der Wuchs und desto kräftiger das Blau.
  • Gießen: im Sommer sparsam und erst bei völlig trockenem Substrat.
  • Substrat: mineralisch, stark durchlässig, in einem schweren Topf — am besten Ton. Ein ausgewachsener Cereus ist kopflastig und kippt leichte Plastiktöpfe um.

Überwinterung: der Knackpunkt

Bei Säulenkakteen entscheidet die Überwinterung über alles. Richtig ist hell, kühl und völlig trocken bei 5 bis 10 °C, von Oktober bis März ohne einen einzigen Guss. Geeignet sind ein frostfreies Gewächshaus, ein kaltes Schlafzimmerfenster oder ein heller, unbeheizter Wintergarten. Kakteen, die warm bei 20 °C im Wohnzimmer überwintern, vergeilen: Sie treiben dünne, blasse Triebe, die nie wieder verdicken. Wer im Winter zusätzlich gießt, verliert die Pflanze meist an Wurzelfäule — und zwar ohne sichtbare Vorwarnung. Ab Mai geht es wieder nach draußen, aber schrittweise: zwei bis drei Wochen halbschattig, sonst gibt es Sonnenbrand mit bleibenden weißen Narben.

Häufige Fehler

Neben dem Gießen im Winter ist der zweithäufigste Irrtum, die Verkorkung am Stammfuß für eine Krankheit zu halten: Bei älteren Exemplaren wird der untere Stammbereich braun und holzig, das ist völlig normal. Dritter Punkt: die Endgröße unterschätzen. Cereus legen schnell an Höhe und Gewicht zu und wollen alle zwei bis drei Jahre umgetopft werden. Und: regelmäßig tief in den Rippentälern nach Wollläusen schauen.

Unser Cereus-Sortiment

  • Cereus azul — die klassische dicke, blaugraue Säule.
  • Cereus forbesii f. spiralis — spiralig gedrehte Rippen, echtes Sammlerstück.
  • Cereus spegazzinii cristata — fasziierter Fächer, jedes Exemplar ein Unikat.
  • Cereus tetragonus — Feenschloss-Kaktus, verzweigt und vierkantig.
  • Cephalocereus — mexikanische Säule, etwas wärmebedürftiger.

Alle Pflanzen werden aus Almería in einer Spezialverpackung versendet, die Dornen und Wurzeln unterwegs schützt.