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Succulentae
12 Pflanzen in Crassula

Crassula

Crassula ist die Gattung, die der gesamten Familie der Dickblattgewächse ihren Namen gegeben hat. Rund 200 Arten gehören dazu, die allermeisten aus dem südlichen Afrika, mit einem Schwerpunkt in der Kapregion und in Namaqualand, dazu einige wenige aus Madagaskar und Ostafrika. Formenreicher ist wohl keine andere Sukkulentengattung: Die Spanne reicht vom Geldbaum, den jeder kennt, bis zu winzigen Säulen aus gestapelten Blättern, die eher konstruiert als gewachsen wirken. Wie die meisten Sukkulenten arbeiten sie mit CAM-Stoffwechsel und öffnen ihre Spaltöffnungen erst nachts, um möglichst wenig Wasser zu verlieren.

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Die Arten im Sortiment. Am einfachsten ordnet man sie nach Wuchsform. Zu den strauchigen Geldbaum-Typen gehört Crassula ovata ‘Gollum’, eine Mutation des klassischen Geldbaums, deren Blätter zu Röhren eingerollt sind und in einem konkaven Saugnapf enden; sie wächst langsam, wird sehr alt und bildet mit der Zeit einen verholzten Stamm. Die gestapelten Arten tragen ihre Blätter kreuzgegenständig auf dem Trieb aufgefädelt: Crassula perforata ist das bekannteste Beispiel, mit dreieckigen Blättern, die vom Stängel durchbohrt scheinen, und Crassula ‘Jade Necklace’ wiederholt dasselbe Muster dicker und gedrungener. Crassula marginalis wird als Ampelpflanze kultiviert, mit kleinen, fast herzförmigen Blättchen an feinen hängenden Trieben.

Am eindrucksvollsten ist die Gruppe der kompakten Säulenformen. Crassula ‘Buddha’s Temple’ ist eine Hybride aus C. perfoliata var. minor und C. pyramidalis; ihre Blätter stapeln sich so dicht, dass eine Säule mit quadratischem Querschnitt entsteht, ganz wie eine Pagode. Crassula deceptor aus Namaqualand trägt eine kalkig weiße Auflage auf den Blättern und wirkt dadurch fast mineralisch, und Crassula ‘Moonglow’ ist eine Hybride in derselben Richtung, samtig und sehr hell. Crassula cornuta spielt mit gebogenen grauen Blättern. Für Farbe sorgen Crassula capitella ‘Campfire’, die bei ausreichend Sonne von Hellgrün in ein leuchtendes Rot umschlägt, Crassula rubricaulis ‘Candy Cane’ mit roten Blatträndern und Crassula ‘Estagnol’.

Pflege. Volle Sonne oder der hellste verfügbare Platz. Bei Lichtmangel strecken sich die Triebe, die Blätter rücken auseinander und die roten und weißen Töne verschwinden vollständig; mit Sonne bleiben dieselben Pflanzen kompakt und färben aus. Gießen: mäßig von Frühjahr bis Sommer, sparsam im Winter, und immer erst nach vollständigem Abtrocknen. Ein selten erwähntes Detail: Crassulas wurzeln fein und flach, deshalb sind breite, flache Schalen besser geeignet als tiefe Töpfe, in denen die untere Substratschicht wochenlang feucht bleibt.

Die Überwinterung entscheidet über den Zustand im Frühjahr. Ideal ist ein heller Platz bei etwa 8 bis 12 °C und fast vollständig trocken, also ein unbeheiztes Schlafzimmer, ein helles Treppenhaus oder ein frostfreier Wintergarten. Ein warmes Wohnzimmer ist nur die zweitbeste Lösung: dort wachsen die Pflanzen bei zu wenig Licht weiter und vergeilen. Ab etwa Oktober wird das Gießen deutlich reduziert; bei kühler Überwinterung genügt alle vier bis sechs Wochen ein kleiner Schluck. Unter 5 °C sollte es nicht gehen, und Kälte in Kombination mit feuchtem Substrat ist immer tödlich.

Typische Fehler: den Geldbaum im Winter gelegentlich gießen, obwohl genau dann Ruhe angesagt ist. Die bereiften oder samtigen Arten wie deceptor und ‘Moonglow’ über die Blätter gießen, denn das Wasser hinterlässt bleibende Flecken und begünstigt Pilzbefall; also immer am Wurzelhals gießen. Echter Mehltau auf Crassula ovata bei schlechter Luftzirkulation. Und der Schreck beim Blattfall, der nur eine normale Stressreaktion ist. Jedes abgefallene Blatt bewurzelt übrigens von selbst auf trockenem Substrat, was Crassulas zu den einfachsten Sukkulenten für die Vermehrung macht. Zu beachten: Crassula ovata ist für Hunde und Katzen leicht giftig.

Alle Crassulas werden einzeln ausgesucht und aus Almería in Südspanien verschickt, gut verpackt und bereit zum Umtopfen.