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Succulentae
3 Pflanzen in Haworthia

Haworthia

Haworthia ist die Sammlersukkulente schlechthin: kleine, nur wenige Zentimeter große Rosetten mit fleischigen Blättern, die bei vielen Arten in einem durchscheinenden Fenster enden, durch das Licht ins Innere fällt. Die Gattung ist in Südafrika endemisch, vor allem im Ost- und Westkap, und wächst am Naturstandort fast vollständig im Kies eingegraben oder im Schatten von Sträuchern, sodass nur die Blattspitzen herausschauen. Die durchsichtige Epidermis leitet das Licht bis zum unterirdisch liegenden Assimilationsgewebe — dieselbe Lösung wie bei den Lebenden Steinen, entstanden in einer völlig anderen Familie. Der Name ehrt den britischen Botaniker Adrian Hardy Haworth; die Gattung gehört zu den Affodillgewächsen, wie Aloe und Gasteria.

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Haworthia, Haworthiopsis und Tulista

Das Namenswirrwarr sollte man kennen, denn es bestimmt, wonach man eigentlich sucht. Molekulare Untersuchungen haben die alte Gattung in drei geteilt: Haworthia im engeren Sinn mit weichen, prallen, oft gefensterten Blättern; Haworthiopsis mit harten, dunklen und weiß gewarzten Blättern (die früheren H. attenuata, H. fasciata und H. limifolia, die Zebrapflanzen); und Tulista mit großen, kräftigen Rosetten. In unserem Shop finden Sie die weichblättrigen Arten in dieser Kategorie, die hartblättrigen unter Haworthiopsis.

Die Arten in unserem Sortiment

  • Haworthia truncata: die eigenwilligste Art der Gattung. Ihre Blätter wirken, als habe jemand sie waagerecht abgeschnitten, und stehen in zwei gegenständigen Reihen wie ein flacher Fächer. In der Little Karoo bei Oudtshoorn wächst sie eingegraben, sodass nur die abgestutzten Blattflächen ebenerdig sichtbar bleiben. In Japan wird sie intensiv gesammelt und auf Blattbreite und Fensterzeichnung selektiert. Vermehrt wird sie über Blatt- und Wurzelstecklinge.
  • Haworthia margaritifera: ein historischer Name mit der Bedeutung «perlentragend» für eine kräftige Rosette, die dicht mit weißen, perlmuttartigen Warzen besetzt ist. Botanisch wird sie heute zu Tulista pumila gestellt, im Handel läuft sie weiterhin unter dem klassischen Namen. Sie verträgt deutlich mehr Sonne als die gefensterten Arten.
  • Haworthia byakuya: eine japanische Sorte mit kompakter Rosette, prallen Blättern mit durchscheinender Spitze und heller Panaschierung, aus der Linie der weichblättrigen Hybriden. Wie alle selektierten Sorten entspricht sie keiner konkreten Wildpopulation: eine reine Kulturpflanze, und eine der begehrtesten.

Pflege

Licht. Hell, aber gefiltert. Keine direkte Mittagssonne: Die gefensterten Arten verbrennen, ziehen sich zusammen und färben sich rotbraun. Diese Stressfärbung ist nicht tödlich, doch bis das frische Grün zurückkehrt, vergehen Monate. Ideal ist ein Ostfenster oder ein Südfenster hinter einem leichten Vorhang.

Wasser. Sparsam und in größeren Abständen, im Frühjahr und Herbst etwa alle zehn bis fünfzehn Tage — das sind ihre eigentlichen Wachstumszeiten, denn sowohl in der Sommerhitze als auch in der Winterkälte pausieren sie. Immer am Topfrand oder von unten gießen, niemals ins Herz der Rosette. Ein Hinweis, der Pflanzen rettet: Wenn die Blätter schrumpeln, will man mehr gießen — bei Haworthia liegt die Ursache aber meist umgekehrt in faulen Wurzeln, die kein Wasser mehr aufnehmen. Vor dem nächsten Guss die Pflanze austopfen und die Wurzeln prüfen.

Substrat und Topf. Mineralische Mischung zu 70-80 % (Bims, grober Sand, Splitt) mit etwas Faser- oder Humusanteil. Die Wurzeln sind dick und fleischig, erneuern sich saisonal, und dass alte Wurzeln eintrocknen, ist normal. Alle zwei bis drei Jahre im zeitigen Frühjahr umtopfen und dabei die abgestorbenen Wurzeln entfernen.

Überwinterung. Unter 5 °C schützen. Trocken vertragen sie etwas mehr, doch die Kombination aus Kälte und Nässe ist tödlich. Im Zimmer bei 10-18 °C hell und fast trocken überwintern; auf dem Balkon stehende Pflanzen müssen außerhalb milder Küstenlagen hereingeholt werden.

Typische Fehler

  • Zu viel Sonne, weil man das von Sukkulenten so annimmt.
  • Wasser, das im Herz der Rosette stehen bleibt.
  • Mehr gießen, sobald die Pflanze schrumpelt, ohne vorher die Wurzeln zu kontrollieren.

Unser Angebot

Wir führen Haworthia truncata, Haworthia margaritifera und Haworthia byakuya als Pflanzen von etwa 10 bis 15 cm, einzeln ausgesucht und von Almería aus in ganz Europa versandt. Wer die hartblättrigen Arten mit weißen Querbändern sucht, wird in der Kategorie Haworthiopsis fündig. Es sind kleine, langsam wachsende und sehr langlebige Sukkulenten — ideal für das Regal am Fenster, für alle mit wenig Platz und für alle, die ernsthaft zu sammeln beginnen.