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Succulentae
5 Pflanzen in Kalanchoe

Kalanchoe

Die Gattung Kalanchoe umfasst rund 120 Arten aus der Familie der Crassulaceae, verbreitet auf Madagaskar, im östlichen und südlichen Afrika sowie in Teilen des tropischen Asien. Fast alle stammen aus warmen Gebieten mit ausgeprägter Trockenzeit — und genau daraus ergibt sich ihre Pflege: Trockenheit steckten sie problemlos weg, kühle Nässe dagegen überhaupt nicht. Kennzeichnend ist das Blatt: dickfleischig, oft von einer wachsigen Bereifung oder einem feinen Filz überzogen, mit gekerbtem Rand. Bei mehreren Arten bilden sich an diesem Rand fertige Kindel mit eigenen Wurzeln, die von selbst abfallen und anwachsen.

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Die Arten unterscheiden

Sinnvoll ist zuerst die Trennung in flache Rosetten und aufrecht wachsende Arten. Kalanchoe luciae und Kalanchoe thyrsiflora stapeln runde Blätter wie Teller übereinander und werden ständig verwechselt: Bei K. luciae färbt sich der Blattrand in voller Sonne kräftig rot, K. thyrsiflora bleibt eher gelbgrün und bildet einen duftenden, röhrenblütigen Blütenstand. Beide sind monokarp: Die blühende Rosette stirbt danach ab und hinterlässt Kindel. Kalanchoe marmorata ist an den breiten, graugrünen und braunviolett gefleckten Blättern sofort zu erkennen, Kalanchoe humilis zeigt dieselbe Marmorierung im kompakten Kleinformat. Kalanchoe tetraphylla bildet dicke, gegenständige Blätter auf kurzem Stamm. Eine eigene Gruppe sind die schmalblättrigen Formen um Kalanchoe fedtschenkoi, deren panaschierte Variante cremefarben und rosa gerändert ist.

Standort, Gießen, Substrat

  • Licht: sehr hell, mit einigen Stunden direkter Sonne. Süd- oder Westfenster, Wintergarten, im Sommer gern draußen. Zu dunkel bedeutet vergeilte Triebe und blasse Farben.
  • Gießen: sparsam und erst, wenn das Substrat vollständig durchgetrocknet ist. Immer am Topfrand gießen, nie in die Rosette. Staunässe ist die häufigste Todesursache.
  • Substrat: mineralisch und stark durchlässig, Kakteenerde mit hohem Bims- oder Lava-Anteil, Topf mit Abzugsloch.
  • Temperatur: nicht winterhart. Unter 10 °C beginnen Schäden, Frost überleben sie nicht.

Überwinterung — der entscheidende Punkt

Kalanchoen brauchen ein wärmeres Winterquartier als Echeverien oder Sempervivum. Bewährt haben sich hell und bei 12 bis 15 °C, nahezu trocken: ein Fensterplatz im ungeheizten Zimmer, ein heller Flur oder ein frostfreier Wintergarten. Von November bis März wird höchstens einmal im Monat leicht gegossen, gerade so viel, dass die Wurzeln nicht völlig vertrocknen. Wer im Winter weitergießt wie im Sommer, verliert die Pflanze fast sicher. Nach draußen dürfen sie erst nach den Eisheiligen, und dann langsam an die Sonne gewöhnt — sonst gibt es Sonnenbrand auf den Blättern.

Typische Anfängerfehler

Der häufigste ist die Verwechslung mit dem Blühkälanchoe aus dem Supermarkt, Kalanchoe blossfeldiana, der über die Tageslänge zum Blühen gezwungen wird. Die Arten auf dieser Seite sind Sammlerpflanzen, die man wegen des Laubs kauft. Zweiter Fehler: die Bereifung anfassen — der weiße Wachsfilm auf K. luciae wischt sich mit dem Finger ab und bildet sich auf diesem Blatt nicht neu. Dritter: Untersetzer mit stehendem Wasser.

Unser Kalanchoe-Sortiment

  • Kalanchoe luciae — die klassische Rosette mit rot überlaufenen Blatträndern.
  • Kalanchoe tetraphylla — dicke, gegenständige Blätter, kräftiger Wuchs.
  • Kalanchoe thyrsiflora Variegata — panaschiert, cremefarbene Streifen auf Blaugrau.
  • Kalanchoe marmorata — breite, violett marmorierte Blätter.
  • Kalanchoe humilis — kompakt, ideal für Schalen und Arrangements.
  • Kalanchoe fedtschenkoi Variegata “Pink Butterfly” — schmale, gekerbte Blätter mit cremerosa Rand.
  • Kalanchoe “Pink Butterfly” — mit rosafarbenen Kindeln am Blattrand.
  • Kalanchoe “Oricula” — mit K. beharensis verwandte Sorte, eingerollte, samtige Blätter.

Wer Kalanchoe kaufen möchte, sollte vorher wissen, wo die Pflanze überwintert — danach ist sie eine der dankbarsten Sukkulenten überhaupt. Jede Pflanze wird einzeln ausgesucht und aus Almería sorgfältig verpackt versendet.