Kostenloser Versand nach Deutschland ab 99 € · Gezüchtet und versandt aus der Wüste von Almería · Direkt vom Erzeuger
Succulentae
14 Pflanzen in Euphorbia

Euphorbia

Euphorbia, die Wolfsmilch, ist eine der artenreichsten Pflanzengattungen überhaupt: rund 2.000 Arten, vom Ackerunkraut bis zum Baum. Mehrere hundert davon sind sukkulent und stammen aus dem afrikanischen Festland, aus Madagaskar, von der Arabischen Halbinsel und von den Kanarischen Inseln. Viele sehen einem Kaktus so ähnlich, dass sie täglich verwechselt werden, sind mit ihm aber nicht im Entferntesten verwandt. Es handelt sich um ein Lehrbuchbeispiel konvergenter Evolution: zwei völlig getrennte Linien finden dieselbe Lösung, weil sie unter denselben Bedingungen leben.

114 von 14 Ergebnissen

Wolfsmilch oder Kaktus? Drei Merkmale sind eindeutig. Erstens der Milchsaft: jede Verletzung lässt weißen Latex austreten, was bei einem Kaktus nie vorkommt. Zweitens die Dornen: bei sukkulenten Euphorbien sitzen sie paarweise oder auf einer verhornten Leiste entlang der Rippen, nicht auf einer polsterartigen Areole wie bei echten Kakteen. Drittens die Blüten: Euphorbien haben keine großen Blüten, sondern nur wenige Millimeter große Cyathien, und viele Arten sind zweihäusig, also auf männliche und weibliche Pflanzen verteilt. Eine einzelne Pflanze setzt daher nie Samen an.

Wichtiger Hinweis zum Milchsaft. Der weiße Latex reizt die Haut und kann an Augen und Schleimhäuten ernsthafte Schäden verursachen. Beim Schneiden oder Stecklingsvermehren gehören Handschuhe dazu, während der Arbeit nicht ins Gesicht fassen und anschließend die Hände waschen. Euphorbien gehören außer Reichweite von Kindern und Haustieren. Eine Schnittstelle lässt sich mit kaltem Wasser abspülen, dann hört das Bluten auf.

Die Formen im Sortiment. Am gefragtesten sind die kugeligen Arten: Euphorbia obesa, die gestreifte Kugel aus der südafrikanischen Karoo; Euphorbia meloformis, hier in panaschierter Form; Euphorbia susannae, die dichte Gruppen kleiner, höckeriger Kugeln bildet; und Euphorbia pseudoglobosa. Die medusenkopfartigen Arten tragen radiale Arme um einen zentralen Körper: Euphorbia gorgonis und Euphorbia inermis sind die Klassiker. Bei den säulenförmigen und verzweigten Arten finden Sie Euphorbia aeruginosa mit metallisch blaugrünen Trieben und kupferfarbenen Dornen, Euphorbia enopla mit dichter roter Bedornung, Euphorbia anoplia ohne Dornen und mit markanten Rippen, Euphorbia mammillaris variegata, die bekannte Maiskolben-Wolfsmilch, Euphorbia aggregata variegata sowie Euphorbia horrida monstruosa, deren unregelmäßiger Wuchs kein Exemplar dem anderen gleichen lässt. Eine Besonderheit ist Euphorbia handiensis, endemisch im Jandía-Massiv auf Fuerteventura und am Naturstandort bedroht; Kulturpflanzen stammen ausschließlich aus Vermehrung. Euphorbia ‘Sotetsu Kirin’ steuert einen schuppigen, fast urzeitlich wirkenden Stamm bei.

Pflege und Überwinterung. Volle Sonne oder sehr hell, aber Vorsicht: kugelige und panaschierte Formen verbrennen, wenn sie unvermittelt vom Schatten in die pralle Sonne kommen. Gewöhnen Sie sie über zwei bis drei Wochen daran. Gegossen wird sparsam, im Hochsommer etwa alle zehn bis fünfzehn Tage und immer erst nach vollständigem Abtrocknen. Der entscheidende Unterschied zu Echeverien oder Hauswurz: Euphorbien sind deutlich kälteempfindlicher. Sie sollten nicht unter 8 bis 10 °C überwintert werden, viele afrikanische Arten nehmen schon oberhalb des Gefrierpunkts Schaden. Ein helles Zimmer bei 12 bis 15 °C und praktisch ohne Wasser von November bis März ist ideal. Im Sommer dürfen die Pflanzen an einen regengeschützten Platz ins Freie, zurück ins Haus müssen sie aber deutlich früher als andere Sukkulenten, in der Regel schon Ende September.

Häufige Fehler: die Pflanze wie einen winterharten Kaktus behandeln; im Winter gießen (die mit Abstand häufigste Verlustursache); und die verkorkte, bräunliche Basis älterer Exemplare für eine Krankheit halten, obwohl sie ganz normal ist. Alle sukkulenten Euphorbien stehen übrigens im Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens; der Handel mit künstlich vermehrtem Material, wie es hier angeboten wird, ist selbstverständlich legal.

Der Versand erfolgt aus Almería in Südspanien, sorgfältig verpackt, damit weder Dornen noch sukkulente Körper Schaden nehmen.